Workshop
Moving Constructions

Veranstalter: Centro Cultural de Belém
Datum: Mittwoch, 20. Februar 2019 bis Mittwoch, 20. Februar 2019
Zeit: 17.00 Uhr bis 20.00 Uhr
Ort: Garagem Sul im Centro Cultural de Belém, Lissabon
 

Programm auf der Website von Garagem Sul

Die Nachkriegszeit und der Digital Turn der letzten Jahrzehnte erweiterten die Möglichkeiten, bewegte Bilder aufzuzeichnen und zu manipulieren und damit auch die tägliche Architekturpraxis zu verändern. Dennoch verharren Architekturarchive hauptsächlich in ihrer Rolle als Aufbewahrungsorte „stiller Objekte“. Bewegte Bilder bleiben in diesen Sammlungen von Schriftstücken, Zeichnungen, Fotos, Publikationen und Modellen weiterhin eine Ausnahme. Dieser widersprüchliche Status basiert sowohl auf der Präferenz für das unbewegliche Objekt, das sich als bevorzugte Quelle für die Architekturgeschichte durchgesetzt hat, als auch auf dem geringen Interesse für die überaus aufwändige Erhaltung von Filmträgern.
Anlässlich des im Jahre 2017 gefeierten 50. Jubiläums des Instituts für Geschichte und Theorie der Architektur (Institut gta) der ETH Zürich enthüllte die Ausstellung gta Films fünfzehn Filme, die zu unterschiedlichen historischen Momenten Eingang in das Institut gefunden hatten und später im dortigen Archiv aufbewahrt wurden (und manchmal in Vergessenheit gerieten). Ausgehend von dieser Beobachtung hat die Ausstellung gta Films diese fünfzehn Filme aus dem Lagerräumen des Archivs geborgen und ans Licht gebracht, um sie an verschiedenen Orten im Architekturdepartement der Öffentlichkeit zu präsentieren.
Der Workshop bietet einen Raum diese Artefakte aus gta Films zu reflektieren, die nun in der Ausstellung Moving Constructions in Garagem Sul innerhalb des Centro Cultural de Belém in Lissabon gezeigt werden. In drei öffentlichen Gesprächen mit internationalen Gästen werden Fragen zur Wechselwirkung von Geschichte(n), Filmen und Archiven erörtert: Wie können Beziehungen zwischen Architekt*innen und Filmen zur Erforschung der Architekturgeschichte beitragen? Wie kann die Spezifizität des filmischen Mediums in unterschiedlichen architektonischen Kontexten analysiert werden? Wie kann die Aufbewahrung und die Zugänglichkeit von Filmträgern in Archiven gewährleistet werden? Ausgehend von den Bedingungen der Archivierung von Filmen am gta Institut zielt der Workshop darauf ab, die allgemeinen Konditionen von filmischen Dokumenten in heutigen Architekturarchiven zur Sprache zu bringen.

Programm

Organisation: Garagem Sul im Centro Cultural de Belém, Lissabon; Lab2PT. Auftraggeber: André Tavares. KuratorInnen: Andreas Kalpakci, Jacqueline Maurer, Daniela Ortiz dos Santos. Kollaboration: gta Institut der ETH Zürich. Unterstützt durch: Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia.